Hoffnung für Vertriebene im irakischen Sindschar Gebirge

Tausende Jesiden im Nordirak sind in das Sindschar Gebirge zurückgekehrt. Sie sind vor mehr als einem Jahr geflohen, als das Gebiet von Terroristen des Islamischen Staats attackiert wurde. Mission East hilft diesen Menschen mit Hygiene-Artikeln, Unterkünften und dabei, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.

Hunderttausende Jesiden flohen vor einem Jahr über das Sindschar Gebirge, um den Islamischen Staat zu entkommen. Tausende sind jetzt in diese Region zurückgekehrt in der Hoffnung, dass die IS-kontrollierten Dörfern bald befreit werden. Zehntausende Menschen sind aus den kurdischen Gebieten, wohin sie geflohen waren, zurückgekehrt und fünfzehntausend sind ins Gebirge zurückgekehrt, woher sie vor einem Jahr geflohen waren. Mission East hilft diesen Menschen, durch den Winter zu kommen.

„Sie können ins Tal hinunterschauen und können die Dörfer sehen, die noch unter der Terrorregime des islaamischen Staat stehen. Sie leben in dünnen Zelten und ihnen fehlt es an Vielem“, sagt Kim Hartzner, stellvertretender Vorsitzender von Mission East.

Er hat im Dezember 2015 die Vertriebenen besucht, die Mission East mit Unterkunft und Hygieneartikeln geholfen hat. Während seines Besuches wurden ihm die schrecklichen Geschichten der Jesiden erzählt: „Der Islamische Staat hat geschossen, getötet und hat Dinge getan, die wir nicht erzählen können“ sagten Frauen und Kinder zu Kim Hartzner.

Mission East hat einem Drittel der 25.000 Jesiden geholfen, indem Planen, Holz und Werkzeuge ausgeteilt wurden. So können diese Menschen sich vor dem Winter schützen. Hygieneprodukte in Form von Seife, Shampoo, Zahnpasta, Desinfizierungsmittel, Handtücher, Wasserbehälter und Solarplatten, die Elektrizität in der Dunkelheit spenden, wurden auch ausgeteilt.

„Dadurch, dass der Winter bald kommt, möchten die Menschen Heizkörper und Brennstoff haben. Mission East wird diese in den nächsten Monaten verteilen, um den Familien zu helfen, über den Winter zu kommen“ informiert Kim Hartzner.

Mission East hat auch zwei Zentren auf dem Berg gebaut – eines für Frauen und eines für Kinder. Hier können die Frauen über Misshandlung sowie Traumatas sprechen und die Kinder können spielen, zeichnen sowie Mathematik und Schreiben lernen.