Mission East bereitet sich auf die Katastrophenhilfe für Flüchtlinge aus Mossul vor

Mission East kooperiert zusammen mit anderen Hilfsorganisationen um sich um die Versorgung von Flüchtlingen, die aus Mossul fliehen zu kümmern. Mit der Verteilung von Küchenutensilien und Hygieneartikeln soll die größte Not der Menschen in der Wüstengegend um Mossul gelindert werden. Unterstützt wird Mission East vom deutschen Auswärtigen Amt.

Die UNO schätzt, dass etwa 1 Million Flüchtlinge ohne die grundlegendsten Notwendigkeiten in die Wüste fliehen. Die Kämpfe um Mossul werden nach VN-Angaben bis zu 1,5 Millionen Menschen betreffen. 

"Die große Zahl erfordert eine gründliche Vorbereitung. Mission East beschafft die notwendigen Hilfsgüter, wie Hygieneartikel um Krankheiten und Infektionen vorzubeugen“, sagt die Verantwortliche für Irak von Mission East Kendrah Jespersen. Mission East arbeitet mit anderen Hilfsorganisationen innerhalb der Integral Alliance zusammen. Die Zusammenarbeit ermöglicht Mission East bereits im Vorfeld über Hilfsaktionen zu beraten, gemeinsame Ideen zu entwickeln und Ressourcen zu teilen, sodass eine möglichst effektive und effiziente Nothilfe geleistet wird. 

Mobile kitDie Hilfspakete von Mission East umfassen tragbares Kochgeschirr, Taschen und solarbetriebene Lampen, welche die Flüchtlinge auf ihren Weg in die Flüchtlingslager tragen können, während sie auf der Flucht sind. Dort wo sich die Flüchtlinge niederlassen, werden sie mit weiteren Hilfsgütern wie Kochutensilien, Hygieneartikeln, Treibstoff, Decken und Matratzen versorgt. Die Hygienepakete enthalten Seife, Waschpulver, Shampoo, Windeln, Zahnpasta, Zahnbürsten, Damenbinden, Handtücher und Kämme für zwei Wochen. Sobald sich die Flüchtlinge dauerhaft niedergelassen haben erhalten Sie zusätzlich Hygieneartikel für zwei Monate.  
 
Die Menschen, die bei der Eroberung von Mossul durch den IS vor zwei Jahren nicht geflohen sind oder fliehen konnten, werden von der zweijährigen Terrorherrschaft des IS gezeichnet sein. Mit der Eroberung von Mossul wurde die Vielzahl dieser Menschen Zeuge von Hinrichtungen, Verstümmelungen, Vergewaltigungen und Versklavung. Die IS-Kämpfer zerstörten Kirchen, Museen und kulturelle Einrichtungen.
 
Die irakischen Streitkräfte mit Unterstützung durch Alliierte versuchen nun die Stadt von dem IS zurück zu erobern. Wenn der entscheidende Durchbruch kommt, werden nach Schätzung der Vereinten Nationen 1,5 Millionen Menschen in Mossul davon betroffen sein und an die 1 Millionen Menschen durch die Kampfhandlungen in die Flucht treiben.
 
Bereits seit Sommer 2014 engagiert sich Mission East in der Nothilfeversorgung von 57.000 Binnenvertriebenen im Nordirak und hat damit entscheidend für die langfristige Unterstützung für ca. 13.000 vertriebenen Jesiden auf dem Sindschar-Gebirge gesorgt. Einrichtungen wie kinderfreundliche Zentren sollen den Jugendlichen und Kindern die Möglichkeit bieten, sich von ihren Traumata zu erholen, sowie spielen und lernen ermöglichen.