Mission East informierte in Kiel über das Engagement der Hilfsorganisation

Die international agierende Hilfsorganisation Mission East hat bei seinem Vereinssitz in Kiel am 8. Dezember die Mitgliederversammlung samt einem offenen Informationsabend durchgeführt. Die wieder in ihrem Amt einstimmig bestätigten Vereinsvorsitzenden Otto Bernhardt, MdB a.D., und Dr. Kim Hartzner (zugleich Mitgründer von Mission East in Dänemark) stellten in ihren Berichten eindrucksvoll die Arbeit vor Ort vor. Ziel der Hilfsorganisation ist es, den Betroffenen an ihrem Wohnort Linderung der Not zu bieten oder langfristige Verbesserungen einzuführen. Rund 60 Gäste folgten der Einladung in die Hermann-Ehlers-Akademie in Kiel, die den Informationsabend ausrichtete.

In zehn Ländern ist Mission East engagiert, um Unterstützung für ein lebenswerteres Umfeld zu bieten. Das Engagement reicht von Nahrungsmitteln für Kinderheime in Nord-Korea über Infrastrukturmaßnahmen bis hin zur Einsätzen nahe von Kampflinien oder im Nachgang zu Krisen. Jüngst kehrten der Bundestagsabgeordnete Dr. Johann Wadephul sowie die beiden Vereinsvorsitzenden aus dem Nord-Irak zurück. Dort begutachteten sie fünf Tage lang die Situation vor Ort, Dr. Wadephul war im Rahmen seiner Dienstreise einen Tag mit beim Flüchtlingscamp bei Sindschar im Nord-Irak. Die Stadt wurde vollständig zerstört, wie beeindruckende Filmaufnahmen von dem Aufenthalt belegten. Die Flüchtlinge können nicht zurück, sie müssen den Winter über in den Lagern bleiben. Mission East versorgt die mehreren Tausend Menschen mit Heizöfen, Kerosin dafür sowie mit Decken, um die Kälte in den Zelten zu überstehen. Dabei werden auch Mittel, die deutsche Hilfsorganisationen gesammelt haben, auf deren Wunsch hin direkt vor Ort eingesetzt.

Darüber hinaus werden in den Flüchtlingslagern Frauen sowie Kindern spezielle psychologische Unterstützungen geboten, um ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Beispielsweise erhalten die Kinder Spielangebote sowie einfache schulische Erstmaßnahmen, um die seit über einem halben Jahr nicht mehr in Bildung befindlichen Kinder wieder zu fördern.

Dr. Kim Hartzner brachte die Leistung auf den Punkt: „Das Leiden dieser Menschen im Nord-Irak hat mich so sehr betroffen gemacht, wie noch nie zuvor. Wir als Hilfsorganisation bieten Zukunft statt Zukunftslosigkeit an.“