Mission East möchte den Ausbruch von Krankheiten unter 4.000 Afghanen nach dem Erdbeben verhindern

Mission East teilt Hygieneartikeln an 500 Familien in Nord-Afghanistan aus. Toiletten und Wasserleitungen wurden durch das massive Erdbeben am 26. Oktober 2015 beschädigt oder zerstört.

Die deutsche Hilfsorganisation Mission East hilft 500 Familien in der verwüsteten Provinz Badakhshan im Nordafghanistan. Die Provinz war bereits zerstört von den Kämpfen zwischen der Taliban und der afghanischen Armee, als das gewaltsame Erdbeben am Montag, den 26. Oktober 2015 das Gebiet traf. Das Epizentrum des Erdbebens mit einer Stärke von 7,5 auf der Richterskala lang in der Badakhshan Provinz und wurde auch in Indien, Tadschikistan und Pakistan gespürt.

Erste Berichte bestätigen, dass acht Menschen getötet und 63 verletzt wurden, als 4219 Häuser unter dem Erdbeben einstürzten. Weitere 2700 Häuser wurden beschädigt. Diese Zahlen  werden weiter steigen und kontinuierlich aktualisiert werden, wenn Mission East und andere Hilfsorganisationen an schwer ereichbare Dörfern gelangen.

Wenn Erdbeben passieren, werden Wasserleitungen und Wasserbrunnen beschädigt. Deswegen wird dort Wasser getrunken, das kontaminiert sein könnte und für Menschen sowie Tiere gefährlich wäre. Wenn Steine die Latrinen verstopfen, ist die Population gezwungen, ihre Toilettengänge draußen in der Natur zu verrichten. Dadurch werden Wasserquellen kontaminiert.

Deswegen hilft Mission East 500 Familien in Badakhshan Provinz durch die Verteilung von Wasserbehältern für das Aufbewahren von sauberen Wasser und Paketen mit Hygiene-Artikeln inklusive Seife, Spülmittel, Zahnbürsten, Zahnpasta, Shampoos, Handtücher und Damenbinden.

Mit durchschnittlich acht Personen pro Familie werden etwa 4.000 Menschen von den Paketen mit Hygiene-Artikeln profitieren. Die Pakete beinhalten auch einen Hinweis, die Hände nach dem Toilettengang und vor dem Kochen zu waschen als auch die Empfehlung Toilettenbereiche und Haustiere getrennt von Trinkwasser zu halten. Dies soll helfen, Krankheiten zu vermeiden.

Mission East hat ein Büro in der Stadt Baharak, nahe dem Epizentrum des Erdbebens und ist deswegen in der Lage, schnelle Hilfe zu leisten. Weder das Büro noch die Mitarbeiter von Mission East erlitten Schaden während des Erdbebens.

Seit 2001 bietet Mission East Nothilfe in Afghanistan an. Die Hilfsorganisation arbeitet in den Provinzen Baghlan, Takhar und Badakhshan, die im Nord-Ost Teil des Landes liegen. Die Arbeiten schließt den Aufbau von Wassersystemen, den Bau von fahrbaren Straßen und Hilfe für nachhaltige Landwirtschaft in dem Gebiet ein. Gleichzeitig werden die Menschen im Ackerbau mit belastbaren Pflanzen trainiert und gelehrt, was sie tun müssen, um Schäden bei Naturkatatrophen gering zu halten und wie sie während solchen Ereignissen vorzugehen haben. Die Aktivitäten von Mission East wirken gegen Armut und helfen den Opfern von Konflikten.