Mission East Rundbrief Juni

Das Engagement von Mission East hat erfolgreich dazu beigetragen, dass wir 1.650 Familien in den Bergen Nordiraks durch den Winter helfen konnten. Eine ganze Region ist auf der Flucht vor Krieg, Misshandlung und Verfolgung. 

Das konnten Otto Bernhardt (Bild links) bei seinem Besuch mit weiteren Mission East-Kollegen Anfang Dezember 2015 hautnah mit erleben.
 
Wir haben schon viel bei unserer Arbeit gesehen – aber diese Erfahrungen haben alles bisherige in den Schatten gestellt. Es ist beklemmend, dass friedliche Menschen - Männer, Frauen und Kinder - nur aufgrund ihres Glaubens von der Terrororganisation dem Islamischen Staat aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Meist flohen sie mit nichts anderem als dem was sie am Leibe trugen. Fast alle von ihnen haben geliebte Menschen verloren, die entweder brutal getötet oder entführt wurden und nun als Sklaven gehalten werden.

Nach dem kalten Winter kommt der heiße Sommer

Mission East bereitet die Flüchtlinge in ihren Lagern in dem kargen Sindschar-Gebirge darauf vor, nach einem kalten Winter nun den heißen Sommer zu überstehen. Wir wollen die Familien weiterhin mit Zelten, sauberem Wasser und Medizin versorgen.

Wie notwendig die Winterhilfe war erzählte uns Khal Saad, ein Mann der Mitte Dreißig ist und der mit seiner Familie in den Sindschar-Bergen ausharrt. Er erklärt:
 
„Es war hier sehr kalt, wir hatten keine Heizung und keinen Kraftstoff. Ihre Hilfe hat uns das Leben gerettet! Früher haben wir mit Holz unser Zelt geheizt, welches wir in den kargen Bergen sammeln mussten, beides war sehr gefährlich. Wir bedanken uns bei Ihnen, denn Sie erhalten viele Leben!“

Das Leben nach dem Terror

Wir helfen den Familien auch, ihre Traumata zu überwinden. Wir sorgen dafür, dass sie nicht nur überleben, sondern auch später wieder in ihre Heimatdörfer zurückkehren können, um dort wieder ein freies, selbstbestimmtes Leben führen zu können.
 
Die bereits gezeigte Solidarität ermöglichte es uns, vor Ort zu helfen. Die Herausforderungen sind aber weiterhin groß und so danken wir für jede Spende, die den Familien im Nordirak das Leben ein Stück leichter macht.

Neue Büroleitung in Berlin

Wir begrüßen herzlich zum 1. Juni Frau Hoffmann als unsere neue Büroleiterin in Berlin. Frau Hoffmann hat bereits viele Erfahrungen in der politischen Administration, in der Stiftungsarbeit sowie in der Entwicklungszusammenarbeit sammeln können.

Als sprachbewanderte Expertin (Englisch und Arabisch) kennt sie sich gut im Irak sowie in Afghanistan aus. Es ist für uns ein Glücksfall, dass sie somit zwei Länder, in denen wir uns besonders engagieren, aus eigenem Anschauen gut kennt. Wir freuen uns die Zusammenarbeit mit Jenny Hoffmann und wünschen ihr einen guten Start in unserem Büro in Berlin-Mitte.
 
Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung, gemeinsam erreichen wir den Unterschied.

Mit herzlichen Grüßen,

Otto Bernhardt
Vorsitzender

Dr. Kim Hartzner
Geschäftsführer