Mission East startet Hilfsaktionen im Nordirak

Winterhilfe für 3.900 Flüchtlingsfamilien in der Dohuk-Provinz

Berlin, 16.02.2015 Vor dem Hintergrund der präkeren politischen Situation im Irak und der schlechten Unterkunftsbedingungen der vor ISIS geflohenen Menschen startet Mission East Deutschland eine große Verteilaktion von Hilfsgütern.

Rund 23.000 Menschen werden mit Winterkleidung, Schuhen und Decken und Abdichtungsausrüstungen für Notunterkünfte, um sich gegen die kalten Temperaturen schützen zu können. Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt unterstützt.

Der bei der Verteilaktion Stellvertretende Vorsitzende, Dr. Kim Hartzner, berichtet dazu: „Die Situation und die Geschichten der vor ISIS geflohenen Menschen sind schockierend. Die traumatische Erfahrung der Flüchtlinge, die oftmals die einzigen Überlebenden ihrer Familie und Augenzeugen der Hinrichtung ihrer Angehörigen sind, wird die Betroffenen ihr Leben lang prägen. Mit der Verteilung von Decken, Winterkleidung und Schuhen tragen wir dazu bei, das Leben der Flüchtlinge etwas zu verbessern.“

Der Irak ist derzeit eins der gefährlichsten Kriegsgebiete der Welt. Rund 2,25 Millionen Menschen mussten innerhalb ihres eigenen Landes vor den Kämpfern des Islamischen Staats (ISIS) fliehen. Diese Binnenflüchtlinge leben seit Monaten in provisorischen Unterkünften wie Zelten, unfertigen Gebäuden oder Flüchtlingslagern. In der Dohuk-Provinz, in dem Mission East Deutschland seine Verteilaktionen durchführt, schätzt die Internationale Organisation für Migration (IOM) die Zahl der Binnenflüchtlinge auf 447.000 (Stand Januar 2015).