Unsere Arbeit

WASH in Afghanistan

Im Nordosten Afghanistans lebt mit 46% der höchste Anteil an Menschen, die unsicheren Zugang zu Lebensmitteln haben. Darunter bilden Tadschiken und Usbeken die zwei großen ethnischen Bevölkerungsgruppen.

Die Infrastruktur in den abgelegenen Gebieten ist schlecht und eine Grundversorgung ist selten oder überhaupt nicht möglich. Die Lebenserwartung ist aufgrund von Krankheiten, die wegen fehlender sanitärer Anlagen durch verschmutztes Wasser übertragen werden, gering. Die Menschen leben von der Landwirtschaft, der Viehzucht, der Imkerei sowie der Seidenweberei und der Produktion getrockneter Früchte. In den Wintermonaten müssen die meisten einer Lohnarbeit nachgehen, um zu überleben. Denn Nahrungsmittelunsicherheit gehört unter anderem durch veraltete und schlechte landwirtschaftliche Praktiken, dem Mangel an gutem Saatgut und Werkzeugen auf den lokalen Märkten, fehlenden Informationen und finanziellen Ressourcen, zum Alltag und verhindert den Aufbau einer Existenzgrundlage. 

Hinzu kommen die schwierigen geographischen Gegebenheiten und extreme Wetterlagen. Nur wenige Flächen sind landwirtschaftlich nutzbar, die Transportwege sind schlecht und oft unzugänglich während der Regenzeit und der harten Winter. Die meisten Haushalte müssen jedoch weite Wege durch unwegsames Gelände auf sich nehmen, um Lebensmittel zu kaufen und um ihre Produkte zu verkaufen.

Mission East engagiert sich in diesen Gebieten, indem der Zugang zu Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Hygiene verbessert wird, um die Gesundheit in den Familien zu stärken und die Anfälligkeit für Krankheiten und Unterernährung zu verringern. Mit der Gesundheit der Menschen geht auch eine gesicherte Lebensmittelversorgung einher. Mission East unterstützt die Menschen bei der Erhöhung der Nahrungsmittelproduktion, durch nachhaltige Anbaustrategien und gibt Informationen zu einer ausgewogenen und vielfältigen Ernährung. Durch den Ausbau der Wassersysteme, wird der Zeitaufwand für das Wasserholen verringert, für das vor allem die Frauen zuständig waren. Die Frauen werden in Gemüse- und Obstanbau geschult und es werden Selbsthilfegruppen organisiert. Denn die verbesserte ökonomische Situation hat auch eine soziale Komponente. Durch die Integration der Frauen in die erhöhte Lebensmittelproduktion, soll auch ihr Zugang zu Märkten und Krediten verbessert werden. Mission East unterstützt außerdem lokale Organisationen ihre Rechte voranzutreiben und sich für die Integration vulnerablen Gruppen einzusetzen. 

Projektziel: Verringerung der Verwundbarkeit und Aufbau von Widerstandsfähigkeit in ländlichen Gemeinden im Nordosten Afghanistans, die unter anhaltender sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Instabilität leiden

Projektwirkung: Errichtung von 8 neuen Wasserversorgungssystemen, 1.121 Haushalts und 16 Gemeinschaftslatrinen; Schulungen für 5.762 Personen im Hygienebereich,  Schulungen für 168 Frauen in Gemüsebau und Arbeit mit Gewächshäusern, Lebensmittelverarbeitung und Ernährung; Trainings für 440 Männer und Frauen in Geflügelwirtschaft, Obstanbau und Selbsthilfegruppenbildung; Kapazitätsausbau von 8 Gemeindeentwicklungsräten und Wassernutzerkomitees.

Projektlaufzeit: November 2016 – Oktober 2017

Projektregionen: Badakhshan Provinz, Nordost-Afghanistan

Geber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Projektbudget: 526.664,60 Euro