DIe Geschichte von Zarifah

Als Zarifah aus ihrem Dorf fliehen musste, hatte sie wenn ihre Kinder krank wurden nicht genug Geld für Medizin oder einen Arztbesuch. Mission East gab ihr die Chance, ihre Gesundheit und die ihrer Familie zu verbessern.

Zarifah ist dreifache Mutter und lebt in einem Camp für Binnenflüchtlinge (Internal Displaced Persons; IDPs) in der nördlichen afghanischen Provinz Badachschan. Sie war gezwungen ihren Wohnort zu verlassen, als die Situation für sie und ihre Familie zu gefährlich wurde. Ihr Ehemann ist der einzige in der Familie, der ab und zu Arbeit findet, daher kann die Familie nur sehr schwer überleben. Manchmal sind Brot und salziger Tee tagelang das Einzigen auf dem Speiseplan. Häufig muss die Familie eine Mahlzeit komplett auslassen. In den rauen Wintermonaten ist die Situation am schwierigsten. Die Kinder erkrankten oft an ansteckenden Krankheiten, wie Diarrhö und Malaria. Zarifah dadurch noch besorgter: „Ich konnte meine Kinder nicht zum Arzt bringen, denn wir hatten nicht genug Geld. Alles, was mein Ehemann verdiente, mussten wir für Lebensmittel ausgeben, deshalb konnten wir uns medizinische Ausgaben nicht leisten. Ich war immer besorgt um die Zukunft meiner Kinder.“

Gesundheitsunterricht

Als Mission East ins Camp kam, wurden die Bewohner mit Decken, Plastikplanen, Heizöl und Hygieneartikeln versorgt. Mission East bot außerdem Beratung im Bereich Hygiene an. Da verbesserte Hygiene weniger Krankheiten bedeutet – insbesondere für Kinder – war das von großer Bedeutung für das Leben der Campbewohner. Zarifah war eine der Frauen, die Unterricht in den Bereichen Hygiene und Gesundheit erhalten hat.

„Im Unterricht habe ich viel über Hygiene gelernt und das hat mein Leben verbessert. Ich habe gelernt, dass Essen immer gewaschen werden sollte, bevor man es kocht, dass gekochte und rohe Lebensmittel separat aufbewahrt werden sollten, dass man seine Hände vor- und nach dem Essen waschen muss, auch bevor man seine kleinen Kinder füttert und nachdem man die Toilette benutzt hat. Jetzt verstehe ich, dass Hygiene die beste „Medizin“ oder „Behandlung“ gegen Bakterien ist“, sagt Zarifah.“

Anderen helfen

Für Zarifah ist klar, dass sich ihr Leben positiv verändert hat. „Meine Kinder sind inzwischen fast gar nicht mehr krank und das macht mich sehr glücklich! Ich hätte das nie für möglich gehalten“, sagt sie.
Aber Zarifah will ihre Erfahrungen und ihr Wissen über richtige Hygiene und Gesundheit mit anderen teilen. „Ich möchte das, was ich gelernt habe an andere Dörfer weitergeben, um andere Familien auch vor Krankheiten zu schützen“, sagt sie.