Unsere Arbeit

Hilfe für Vertriebene in Irak

Als Reaktion auf die Vertreibungskrise und die entsetzlichen Angriffe auf Jesiden im Sinjar Distrikt verfolgt Mission East einen Ansatz, der die Bereitstellung psychosozialer Unterstützung, Nothilfe für Binnenvertriebene und anschließendem Aufbau der Infrastruktur in den Bereichen WASH und Unterkunft (Shelter) sowie Förderung von Lebensgrundlagen für Rückkehrer beinhaltet.

Basierend auf umfassenden Projekterfahrungen von Mission East in Sinjar zielt das vorliegende Projekt darauf ab, berufliche und schutzbezogene Dienste für eine stark gefährdete Bevölkerung in Sinjar Stadt anzubieten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Bewältigung psychosozialer und sozioökonomischer Herausforderungen. 

Geplant sind psychosoziale Beratung und professionelle Therapie für Frauen und insbesondere für Überlebende aus der Gefangenschaft. Eine telefonische Anlaufstelle wird eingerichtet, um Anrufe für das Case-Management/die Überweisung von Spezialfällen entgegenzunehmen. Dieser Service wird breit angekündigt und seine Vertraulichkeit garantiert.

Vermittelt werden aber auch allgemeine Lebenskompetenzen wie IT-Kenntnisse und Sprachen sowie ausgewählte Ausbildungsmaßnahmen auf Grundlage lokaler Interessen und einer Marktstudie. Praxiskurse zum Schreiben von Lebensläufen und zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche gehören dazu.

Mission East wird darüber hinaus die Bildung von mehreren kleinen Jugendgruppen ermutigen, um das Engagement der Gemeinschaft durch die Vergabe von kleinen Zuschüssen für lokale Kleinstprojekte zu fördern.Speziell an Frauen richten sich Angebote im Bereich Berufsbildung, zum Beispiel zur Lebensmittelverarbeitung.

Projektziel: Mit diesem Projekt werden insbesondere Frauen und Jugendliche in Nordirak unterstützt, die nach dem Sieg über den Islamischen Staat (IS) Folgen von Angst, Vernachlässigung und Gewalt abschütteln müssen.

Projektlaufzeit: Juni 2018 bis Dezember 2019 

Projektregionen: Sinjar Stadt

Geber: Land Brandenburg