Unsere Arbeit

Hilfe für Vertriebene in Irak

Drei Jahre lang wurde Mossul vom IS terrorisiert, neun Monate lange wurde um die Stadt im Norden Iraks gekämpft. Jetzt ist nur noch wenig von der einstigen Schönheit der Stadt zu erahnen, sie ist zerstört und es wird vermutet, dass sich noch immer Tote unter den Trümmern der Häuser befinden.

Tausende Menschen mussten aus Mossul fliehen. Jetzt ist die Stadt befreit und die Gebliebenen und Rückkehrer fangen an sie aufzubauen, doch die Besetzung und der Kampf haben Spuren bei den Menschen hinterlassen und vor allem bei den Kindern. Deswegen unterstützt Mission East ein Kinderzentrum in Mossul, den "Child-Friendly-Space". Das Kinderzentrum richtet sich speziell an Kinder in Mossul, die ihre Häuser verloren haben und heute in Ruinen, unfertigen Betongebäuden oder Zelten leben.

Viele Kinder konnten monatelang ihre Häuser nicht verlassen, haben Familienangehörige und Freunde verloren. In den Kinderzentren erhalten sie psychologische Erste Hilfe - sogenannte psychosoziale Unterstützung -, Aufklärung zu Gesundheits- und Lebenskompetenzen sowie Unterricht in Grundschulfächern. Auf diese Weise werden die Lücken in der schulischen Bildung geschlossen, damit sie ihre Ausbildung fortsetzen und eine Basis haben, auf der sie bauen können. In dem Kinderzentrum sind sie sicher, sie können wieder unbesorgt spielen, ihre Freunde treffen und einen Alltag erleben, der nicht von Angst und Terror geprägt ist.

Besonders die jüngsten Kinder brauchen so schnell wie möglich Hilfe. Sie befinden sich in einer wichtigen Phase ihrer kognitiven und emotionalen Entwicklung und sind lebenslangen Traumata ausgesetzt, wenn sie keine Hilfe bekommen.

Projektziel: Mit diesem Projekt wird ein Raum für Kinder in Mossul entstehen, in dem sie ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten können und lernen, wieder in die Zukunft zu blicken.

Projektregionen: Mossul

Geber: Danish Television Appeal