Soforthilfe Afghanistan Mission East Deutschland

NGO's appellieren an die EU: Soforthilfe für Afghanistan ermöglichen!

Mission East hat einen eindringlichen Appell an die EU unterzeichnet, Gelder für die Nothilfe für Millionen von Afghan*innen, die in großer Not sind, freizugeben und gezielt einzusetzen.

"The abrupt cut-off of foreign funding since the Taliban takeover threatens to enable the collapse of economy and public services in Afghanistan. Millions of lives along with their livelihoods are at risk. A harsh winter is approaching, and unless international development aid is unblocked and funding is able to enter the country, we anticipate famine, death, migration flows and potential destabilisation. The urgency of the situation cannot be underscored enough.”

Gemeinsamer Appell der europäischen NGO‘s

Dies fordert ein Brief europäischer NGO’s, die in Afghanistan arbeiten. Das Schreiben wurde am 8. Oktober 2021 an den EU-Beauftragten für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borell Fontelles, und die für die Direktion Internationale Partnerschaften zuständige EU-Kommissarin Jutta Urpilainen gesandt.

Zunehmende Unterernährung bei Kindern und Müttern

"The public health system has virtually closed down due to frozen aid. Today, only some 15 % of the country's more than 2,000 health facilities are operational, denying millions of poor Afghans of the right to health care. Acute malnutrition among children and mothers is on the rise.”

"Das öffentliche Gesundheitssystem ist wegen der eingefrorenen Hilfe praktisch zusammengebrochen. Heute sind nur etwa 15 % der mehr als 2.000 Gesundheitseinrichtungen des Landes in Betrieb, wodurch Millionen Afghan*innen das Recht auf Gesundheitsversorgung vorenthalten wird. Außerdem nimmt die akute Unterernährung bei Kindern und Müttern nimmt zu".

Um ihre Arbeit ausweiten zu können, müssten die europäischen Entwicklungsorganisationen jedoch Zugang zu einem funktionierenden Bankensystem haben, heißt es in dem Brief, der vier Appelle enthält:

  1. Mittel für humanitäre Hilfe in Afghanistan bereitstellen.
  2. Gezielte Finanzierung für den Aufbau von Widerstandsfähigkeit, Lebensgrundlagen, Grundversorgung und sozioökonomischen Wiederaufbau.
  3. Sicherstellung, dass die in Afghanistan tätigen NGO‘s und zivilgesellschaftlichen Akteure Zugang zu bereitgestellte Gelder haben.
  4. Schaffung eines funktionierenden Bankensystems, das es den Akteuren ermöglicht, regelmäßig Geld zu überweisen, damit die Programme fortgesetzt werden können.

"We represent a large number of European NGOs that have decades of multi-programmatic experience on the ground in Afghanistan (…) also in recent years, in areas predominantly conntrolled by the Taliban," heißt es in dem Schreiben, das von Andreas Stefansson, Generalsekretär des schwedischen Afghanistan-Komitees, im Namen europäischer NGO‘s, darunter auch Mission East, unterzeichnet wurde.

 

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