corona response

So hilft Mission East in der Corona-Krise

Womit helfen wir - und was sind die Herausforderungen?

Seit dem 20.März unterstützt Mission East Menschen in Not mit der Corona-Soforthilfe. Über 350.000 Menschen in fünf ausgewählten Ländern sollen unterstützt werden: Nepal, Syrien, Libanon, Afghanistan und Irak. Seitdem ist Tadschikistan und Myanmar dazugekommen und unser Ziel ist es, nicht weniger als 625.000 Menschen zu erreichen.

Wie immer konzentrieren wir uns darauf, vor allem Menschen in extremer Armut, marginalisierten Menschen, Menschen auf der Flucht, Binnenvertriebene und Menschen mit Behinderungen zu helfen, da diese Gruppen zu den am stärksten Gefährdeten gehören.

So sieht das Hilfspaket aus

Das Corona-Hilfspaket von Mission East besteht aus vier Komponenten, die in Bezug auf Zusammensetzung und Menge je nach Bedarf an jedes Land angepasst werden:

1) Informationen: Flyer, Poster und Radiobeiträge (letztere insbesondere in Gebieten mit weit verbreitetem Analphabetismus).

2) Lebensmittel: Öl, Reis, Nudeln, Salz, Gemüsekonserven und andere haltbare, hitzebeständige Lebensmittel mit hohem Nährstoffgehalt.

3) Hygieneartikel: Seife, Chlor, Handspray, Waschpulver, Desinfektionsmittel und Reinigungsmittel.

4) Schutzausrüstung für Kliniken: Handschuhe, Masken und Desinfektionsmittel.

Lücke zwischen Kapazität und Finanzierung

Wir schreiben vorsichtig, dass wir 625.000 Menschen helfen können. Die Kapaiztäten sind da, aber ein Großteil des Geldes fehlt. Zum jetzigen Zeitpunkt (Mitte Mai 2020) wurden nur 21 Prozent unserer Corona-Hilfe finanziert, teils durch neue Spenden, teils durch Umverteilung bestehender Mittel. Es gibt ein Finanzierungsloch von 79 Prozent - ein Loch, das bedeutet, dass Tausende von Menschen nicht die Hilfe bekommen, die sie brauchen.

Hunger fordert möglicherweise mehr Opfer als das Corona-Virus

Unser Gründer Kim Hartzner hat bereits in den dänischen Medien vor den Folgen der Epidemie gewarnt: „Corona war bereits eine ernste Bedrohung. Jetzt droht Hunger “. Er appellierte an die dänische Regierung, den Minister für Entwicklung und auswärtige Angelegenheiten, zusätzliche Mittel für die am stärksten gefährdeten Menschen der Welt freizugeben.

Die Weltbank gibt an, dass die Corona-Krise zum ersten Mal seit 1998 zu einem Anstieg der globalen Armut führte. Die UN schätzen, dass 2 Milliarden Menschen nicht genug Lebensmittel erhalten, dass 820 Millionen von einer chronischen Hungersnot betroffen sind und 113 Millionen Menschen wegen Hunger sterben könnten.

Gemeinsam gegen den Hunger

Der Kampf gegen den Hunger ist eine große Herausforderung, aber gemeinsam können wir auch das Unglaublichste tun. Wir konnten bereits über 100.000 Menschen in Rekordzeit auf mehreren Kontinenten helfen. In Homs, Syrien, erreichten wir z.B. bereits das Ziel unser Verteilung Ende April. Und selbst im Irak, der momentan fast hermetisch abgeschlossen ist, haben wir es geschafft, zu helfen.

Die Wirksamkeit unserer Hilfe beruht in erster Linie auf unsere Kenntnis der Programmländer und unserer langjährige Präsenz. Das wichtigste ist aber unser solides Netzwerk lokaler Partner. Nur mit unseren Partnern vor Ort konnten wir so schnell reagieren und die Situation vor Ort richtig einschätzen, sowie unsere Hilfe dem Bedarf der Menschen anpassen.

Länder mit besonderen Herausforderungen

In unseren nächsten Artikeln bieten wir einen tieferen Einblick in unsere Corona-Soforthilfe für Tausende von Menschen in den Ländern Nepal, Tadschikistan, Myanmar,  Afghanistan, Irak, Syrien und Libanon.

Dies sind Länder mit besonderen Herausforderungen wie unzureichender und außerklinischer Versorgung, akutem Mangel an Schutzausrüstung, begrenzten Testkapazitäten und Ausfällen in der Infrastruktur zur Sicherung der Lebensmittelversorgung.

Ganz zu schweigen von der Schwierigkeit, in dicht besiedelten Gebieten physische Distanz zu halten, dem Verlust von Arbeit und damit wenig Möglichkeiten zur Selbstversorgung und darüber hinaus dem höheren Risiko häuslicher Gewalt unter strengen Ausgangssperren.

Wie wird die Hilfe bisher finanziert?

Wir finanzieren die Corona-Soforthilfe durch Spenden von Einzelpersonen, Vereinen, Kirchen, Stiftungen und öffentlichen Institutionen in Deutschland, Dänemark und von der EU. Um schnell auf die Krise reagieren zu können, hat Mission East bisher Mittel aus anderen Projekten umverteilt.

Es wird noch immer Unterstützung benötigt!

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