Hier gibt es täglich warme Mahlzeiten
By Johanna Fipp 25 Feb 2016 |

Hier gibt es täglich warme Mahlzeiten

Bildung ist wichtig. Aber genauso wichtig ist es, jeden Tag eine warme und gesunde Mahlzeit zu bekommen. In der COME-Schule in Myanmar  ist beides möglich. 

"Eine Mutter und ein Vater für die Waisenkinder"
"Mein Name ist Vangohkhih, und ich komme aus dem Dorf Sabawngte. Die Reise von meinem Dorf zur COME-Schule in Lailenpi dauert zwei Tage und ist sehr anstrengend. Ich habe nach der zweiten Klasse begonnen, diese Schule zu besuchen. Da mein Vater bei einem Unfall starb und meine Mutter wieder heiratete, lebte ich mit meinen Großeltern zusammen. Als auch sie starben, zog ich in die COME-Schule ein. Ich bin jetzt seit drei Jahren hier. Die Schule ist wie Mutter und Vater für mich.

In der COME-Schule habe ich noch nie gehungert. Wir bekommen unsere Mahlzeiten immer zu festen Zeiten. Bei meinen Eltern konnten zwischen den Mahlzeiten Tage liegen. In der Schule bekommen wir Obst, Tee, Öl, und einmal in der Woche gibt es zum Curry Fleisch. All das hält mich gesund.

Wenn ich als Mädchen zu Hause lernen sollte, musste ich kochen, Wasser holen, Brennholz sammeln und auf die Kinder meiner Tante aufpassen. Zeit zum Lernen blieb da nicht.

In der Schule herrscht Vertrauen, hier bekomme ich ein Gefühl von Gleichheit und eine Hoffnung, die meinen Glauben an Gott stärkt. Ich glaube, dass die Menschen, die die COME-Schule unterstützen, Gott in ihrem Herzen haben. Sie geben denen, die hungrig sind, Nahrung, denen, die durstig sind, Wasser und denen, die keine Hoffnung haben, Hoffnung".

"Hier gibt es täglich warme Mahlzeiten"
"Ich komme aus der Stadt Para, die zwei Tage zu Fuß von Lailenpi entfernt liegt. Ich bin der jüngste Sohn von vier Kindern. Als ich drei Jahre alt war, starb meine Mutter. Mein Vater, meine ältere Schwester und mein Bruder arbeiteten auf einem Bauernhof, und es war meine fünfjährige Schwester, die sich um mich kümmerte, wenn wir allein zu Hause waren. Weil ich hungrig war und meine Mutter vermisste, weinte ich so sehr, dass ich eine Augeninfektion bekam. Meine Schwester versuchte, die Infektion zu lindern, aber nichts half und nach drei Tagen wurde ich auf einem Auge blind.

Als ich acht Jahre alt wurde, durfte ich mich an der COME-Schule einschreiben. Jetzt bin ich schon ein Jahr hier. Hier kann ich jeden Tag essen, gut schlafen und so viel lernen, wie ich will. Ich bekomme hier Liebe, Hoffnung und Visionen für die Zukunft. Es fühlt sich an, als hätten diejenigen, die die COME-Schule unterstützen, göttliche Hände, wenn sie Kinder in fernen Teilen der Welt ernähren und erziehen. Möge Gott sie segnen, die uns durch Mission East unterstützen".

"Es ist wie das tägliche Manna vom Himmel"
"Ich bin die Mutter eines Kindes. Ich wurde Mutter auf einer Reise nach Indien, wo ich Medikamente für meine kranke Mutter kaufte. Ich wurde auf der Straße vergewaltigt und in der Nacht verlassen. Ich kenne den Vater meiner Tochter nicht.

Als ich von der COME-Schule hörte, betete ich zu Gott, dass er mir eine Arbeit an der Schule geben möge, damit meine Tochter dort studieren kann. Ich schickte meine Bewerbung mehrmals an die Schule, und schließlich bekam ich 2013 einen Job in der Küche. Damals holten meine Kollegen und ich Tag und Nacht Wasser, sammelten Brennholz und gingen in den umliegenden Dörfern von Tür zu Tür, um zu fragen, ob sie etwas Reis und Gemüse für die Schule entbehren könnten. Wir bekamen nicht viel Schlaf, weil wir so viel Mühe aufwenden mussten, um das Essen zu beschaffen und zuzubereiten.

Die Unterstützung der Mission East ist ein Trost inmitten all unserer Angst und Unsicherheit. Jetzt haben wir Wasser wie ein fließender Fluss. Es gibt reichlich Reis, Öl, Salz, Gemüse, Zucker und Fleisch. Es ist wie das tägliche Manna vom Himmel, das die Israeliten bekamen, als sie in der Wüste waren.

Mission East rettet das Leben von Kindern, gibt ihnen Sicherheit und erzieht sie. Möge Gott all jene segnen, die durch Mission East das unterstützen, was sie für die kleinste Gesellschaft der Welt getan haben".

Frisches Gemüse
Die COME-Schule in Myanmar hat mehrmals Nahrungsmittelhilfe von Mission East erhalten. Nun wurde ein Gemüsegarten angelegt, damit das Personal und die Schüler ihr eigenes Gemüse anbauen können. Der Garten wird auch dazu genutzt, den Schüler*innen nachhaltige Landwirtschaft zu vermitteln und die Kinder bringen ihr neues Wissen in ihre Gemeinden zurück.

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