Corona-Hilfe Tadschikistan | Mission East Germany

Corona-Hilfe Tadschikistan

Als sich die Corona-Epidemie weltweit ausbreitete, setzte Mission East alles in Bewegung, um die in Tadschikistan mit am stärksten gefährdeten Personen zu schützen: Kinder mit Behinderungen.

Mission East arbeitet mit einer lokalen Organisation zusammen, die von Dorf zu Dorf reist, schutzbedürftige Familien besucht, ihnen zeigt, wie sie sich vor dem Coronavirus schützen können und Informationsmaterialien und Hygieneartikel in Form von Seife, Desinfektionsmittel und Masken bereitstellt.
Gleichzeitig wurden 15 Kliniken und 5 Rehabilitationszentren von Mission East mit Masken, Handschuhen und Desinfektionsmittel versorgt.

Vor allem in den Grenzgebieten und den unzugänglichen Regionen Tadschikistans ist der Bedarf an Informationen und Schutzmaterial groß. Die Menschen verfolgen die Situation zwar im Radio und im Fernsehen, wussten aber nicht, was sie tun sollen, um sich zu schützen. Das Informationsmaterial schafft Sicherheit: Unser Ziel ist es, 6.930 Menschen zu erreichen. 2.270 wurden bereits erreicht.

Mission East kämpft seit 20 Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Tadschikistan - insbesondere für die der Kinder. Durch die lokale Partnerorganisation Zarshedabonu gelang es uns, Kinder mit Behinderungen, die ansonsten in den Häusern vor Angst und Scham versteckt wurden zu "finden" und ihre Familien mit Rechtsberatung, Registrierung sowie Therapie und Rehabilitation für die Kinder zu unterstützen.

"Kinder mit Behinderungen sind sehr gefährdet, viele von ihnen habe ernste Vorerkrankungen und könnten einer Covid-19 Infektion bei mangelnder medizinischer Unterstützung kaum überleben. Deshalb legen wir großen Wert darauf, diese Familien mit Informationen und Hygieneartikeln zu unterstützen", sagt Dilorom Ashurova, der Programmmanager von Mission East Tadschikistan.

"Die Familien sind sehr dankbar und erleichtert. Jetzt kennen sie die Symptome von COVID-19, wissen was zu tun ist und an wen sie sich wenden müssen, da wir eine Hotline für Fragen eingerichtet haben. Die Kinder schauen sich bei ihren Eltern ab, wie sie sich nun in der Öffentlichkeit verhalten und wie sie sich ihre Hände waschen. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern ihnen eine gute Hygienepraxis vorleben. Natürlich können sich nicht alle Kinder selbstständig schützen, manche Kinder verstehen die Situation auch nicht und haben beispielsweise mit den neuen Abstandsregelungen Probleme. So wissen sie nicht, warum sie auf einmal nicht mehr ihre eigene Tante oder Oma umarmen dürfen."
Auch aus diesem Grund aber auch aus Verteilungsgründen hat Mission East und Zarshedabonu Selbsthilfegruppen für Eltern eingerichtet. Die Eltern in den verschiedenen Regionen organisieren sich und unterstützen sich gegenseitig.

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Mehr zu unserer Corona-Nothilfe hier.