Der Anfang einer neuen Phase der Zusammenarbeit

 

Nächsten Monat wird es 27 Jahre her sein, dass Kim Hartzner am Flughafen in Eriwan, der Hauptstadt Armeniens gelandet ist, um die Errichtung eines Krankenhauses aus Dänemark in Armenien zu gewährleisten. Dies sollte der Anfang einer langen Zusammenarbeit werden.
Als Mission East 1992 mit der Arbeit in Armenien begann, unterstützten wir die Menschen mit humanitärer Nahrungsmittelhilfe inmitten eines Krieges und machten es uns im Laufe der Jahre zur Aufgabe, Kindern mit Behinderung den Zugang zu hochwertiger Bildung und medizinischer Versorgung zu erleichtern und HIV-Prävention für Armenier*innen zu ermöglichen. 
Jetzt, 27 Jahre nachdem wir erste Projekte in Armenien realisierten, wird unser letztes Projekt von Mission East Mitarbeiter*innen vor Ort durchgeführt. Mit diesem Projekt unterstützen wir Kinder, indem Klassenräume renoviert und integrativ gestaltet werden. Außerdem haben Mitarbeiter*innen von Mission East in Armenien unter der Leitung unseres Länderdirektors Nareg Karekinian und mit Hilfe einiger Expert*innen, ein interaktives Brettspiel entwickelt. Es fördert fünf der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, die so genannten SDGs: Gleichstellung der Geschlechter, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit, nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen, Klimaschutz sowie gute Gesundheit und Wohlbefinden. 
Als Kim Hartzner in einem der integrativen Klassenzimmer in Eriwan zu Besuch war und erleben konnte, wie dieses Spiel in die Praxis umgesetzt wurde, war er begeistert: „30 Kinder haben viel Spaß, und das stundenlang, ohne Bildschirm und ohne Handy! Sie wetteifern um die aufgeworfenen Fragen, sie diskutieren, lachen, schreien, haben eine tolle Zeit und lernen nebenbei. Das Spiel wurde inzwischen in 11 Schulen eingeführt. Die Hoffnung ist, dass wir das Modell der integrativen Klassenräume in den 1.300 Schulen des Landes einführen können, mit angepassten Möbeln, hellen Farben und natürlich dem Mission East Spiel.“
Nächsten Monat, nach 27 Jahren Präsenz vor Ort schließen wir unser Büro in Armenien. Dies ist für uns jedoch nicht das Ende unseres Engagements in Armenien. Vielmehr ist es der Beginn einer neuen Phase, in der wir unser Ziel, die Stigmatisierung von Menschen mit Behinderung aufzuheben, durch unseren langjährigen Partner Bridge of Hope weiterverfolgen. 
Wir bedanken uns bei allen Menschen, die unser Engagement in Armenien unterstützen, aber vor allem bei all unseren ehemaligen Mitarbeiter*innen, die Gesicht, Augen, Ohren und Herz von Mission East in Armenien sind und unser Wirken vor Ort erst möglich gemacht haben.