Ein Dorf in Flammen | Mission East Germany

Ein Dorf in Flammen

In Deutschland haben wir in den meisten unserer Wohnungen Feuermelder, die uns auch gerne mal bei zu starker Rauchentwicklung mit schrillem Piepen warnen und wenn es bei uns brennt, kommt in der Regel relativ schnell die Feuerwehr. In den abgelegensten Bergdörfern Nepals gibt es keine Feuermelder, keine Feuerlöscher, nur einen begrenzten Zugang zu Wasser und bis Rettungskräfte das Dorf zu Fuß erreichen, können Stunden vergehen.

Es begann mit einem Einzelbrand. Eine Kochstelle, in den Dörfern Nepals oft ein offenes Feuer, setzte das Holzhaus einer Familie in Brand. Innerhalb kürzester Zeit breitete sich das Feuer aufgrund starken Windes, des trockenen und zerklüfteten Geländes und der dichten Besiedlung auf die umliegenden Häuser aus. 67 Dorfbewohner*innen verloren ihr Zuhause und damit ihr gesamtes Hab und Gut. Diese Menschen leben derzeit in provisorischen Zelten oder bei Familienmitgliedern, die aber selbst wenig Platz haben und unter starkem finanziellem Druck stehen.

Mission East hat unmittelbar nach dem Brand mit akuter Nothilfe reagiert. Aufgrund des Ausmaßes des Materialschadens haben unsere lokalen Partner Küchenutensilien, Werkzeuge, Kleidung, Betten, Planen, Eimer und Seife bereitgestellt, während andere Akteure Lebensmittel bereitgestellt haben. Alle Materialien wurden vor Ort gekauft, um die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

Leider ist dieser Vorfall in Nepal ein allzu häufiges Phänomen: Das Kochen in Innenräumen in einer brennbaren Umgebung ist sehr riskant führt häufig zu Bränden. Deswegen führt Mission East in den ländlichen Gebieten Kurse zur Katastrophenvorsorge durch und unterstützt das Disaster- und Risikomanagement durch den Aufbau von Komitees und lokalen Strukturen, die sich regelmäßig mit dem Katastrophenschutz auseinandersetzen.

Hier erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Nepal.