Nach den Kämpfen in Bergkarabach | Mission East Germany

Nach den Kämpfen in Bergkarabach

Am Sonntag, 27. September, fielen wieder Bomben auf Bergkarabach. Zerstörten die Hoffnung, dass doch einmal Frieden einkehrt in dieses kleine Gebiet. Wieder einmal mussten die Menschen ihre Häuser verlassen, fliehen zu Verwandten, Bekannten. Vorräte, die übers Jahr für den Winter angelegt wurden, bleiben zurück in Bergkarabach, alles bleibt zurück.

Nach 6 Wochen Krieg und Zerstörung wurde zwischen Aserbaidschan und Armenien ein Friedensabkommen geschlossen. In diesem Abkommen behält Armenien das Gebiet um die größte Stadt der Provinz, Stepanakert, und Aserbaidschan die Kontrolle über die zweitgrößte Stadt, Schuschi. Viele der 75.000 Vertriebenen haben dadurch ihre Heimat an Fremde verloren, andere trauen sich nicht mehr zurück, da der Weg nun abgeschnitten ist.

Mission East ist vor Ort und berichtet von Menschen, die nur knapp dem Tod entronnen sind. Wie die beiden Kinder, deren Versteck bombardiert wurde und die ein alter Mann mit seinem Körper vor den herumfliegenden Trümmern schützte. Berichtet auch von Menschen, die ihre Häuser in Brand gesetzt haben, bevor sie sie verließen – damit sie der Feind nicht bekommt. Berichtet von der hochschwangeren Frau, die mit ihren kleinen Kindern aus der Heimat flieht und jeden Tag auf Nachricht von ihrem Mann hofft, der an der Front gekämpft hat.
Mission East bereitet mit anderen Organisationen eine Hilfsaktion vor.

Der Winter kommt und die Menschen müssen mit dem Nötigsten versorgt werden: Lebensmittel, warme Decken und Kleidung, Hygieneartikel. Und Aufklärung, wie sie sich auch in dieser Situation vor dem Coronavirus schützen können.
Mission East ist seit 1994 in Armenien aktiv und hat das Vertrauen der Bevölkerung und der Behörden.