Afghanistan | Mission East Germany

Afghanistan

Nach Jahrzehnten voll kriegerischer Konflikte zählt Afghanistan mit mehr als 31 Millionen Einwohnern zu den ärmsten Ländern der Welt. 
Obwohl Afghanistan als eines der schwierigsten Länder für Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit auf der Welt gilt, ist Mission East seit 2001 vor Ort und genießt aufgrund der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Ortskräften einen sehr guten Ruf. Zunächst leisteten wir Nothilfe und verteilten Hilfsgüter, aber bald begannen wir, gefährdeten ländlichen Gemeinden in den nordöstlichen Provinzen Badakhshan, Takhar und Baghlan längerfristig Hilfe zu leisten. Unsere stetige Präsenz vor Ort und die hohe Akzeptanz und das Vertrauen seitens der Bevölkerung haben Mission East zu einem der wenigen Akteure im Nordosten des Landes gemacht, die in der Lage sind, rechtzeitig, effektiv und effizient auf Katastrophenfälle zu reagieren. 
Der Bedarf an humanitärer Hilfe im Nordosten Afghanistans steigt aufgrund wiederkehrender Konflikte, wiederholter langanhaltender Dürren, Binnenflucht, schmutzigem Trinkwasser und der daraus resultierenden Gefahr von Krankheiten. Die örtliche Bevölkerung ist dabei bereits auf Grund fehlender Dienstleistungen und dem Mangel an Nahrungsmitteln und festen Einnahmen sehr anfällig. 

Mission East arbeitet eng mit diesen Gemeinden zusammen, um sauberes Trinkwasser, angemessene Toiletteneinrichtungen, bessere Hygiene und eine ausgewogenere Ernährung sicherzustellen und um sie auf Naturkatastrophen vorzubereiten. Wir unterstützen außerdem einkommensschaffende Aktivitäten für Familien - mit besonderem Schwerpunkt auf die Stärkung von Frauen und ihrem Zugang zu Krediten und Märkten.

Da die Gemeinden sehr isoliert und schwierig zu erreichen sind, ist es umso wichtiger, eine lokale Zivilgesellschaft aufzubauen und zu unterstützen. Durch Trainings und Schulungen unterstützen wir diesen Aufbau und fördern dadurch außerdem lokalen Zusammenhalt und Eigeninitiativen.
 

Katastrophenvorsorge (DRR)

Krisenvorsorge im Nordosten Afghanistans

In einem zunehmend anfälligen und unsicheren operativen Umfeld mit wachsenden humanitären Bedürfnissen zielt unser Programm darauf ab, den von Katastrophen und Konflikten betroffenen Menschen dabei zu helfen, ihre Bedürfnisse nach einer Krise zu decken. Dazu ist es wichtig, dass die Menschen gestärkt und vorbereitet sind, wenn Notsituationen eintreten. Mission East unterstützt die Menschen im Nordosten Afghanistans, indem Notfallsets in den betroffenen Regionen gelagert, und die Menschen geschult werden, um im Notfall nicht unvorbereitet zu sein.

WASH

Aufbau von Widerstandsfähigkeit

Der humanitäre Bedarf im Nordosten Afghanistans nimmt rapide zu, vor allem aufgrund der konfliktbedingten Vertreibung. Unsere langfristige Präsenz vor Ort und die hohe Akzeptanz haben Mission East zu einem der wenigen Akteure im Nordosten gemacht, die in der Lage sind, rechtzeitig, effektiv und effizient zu reagieren.

"Ei des Kolumbus" für Afghanistan

Gemeinsam mit der Bundesregierung sucht Mission East nach Wegen, Menschen in entlegenen Regionen Afghanistans Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Bei dieser Form der Entwicklungszusammenarbeit können vor allem Frauen und Mütter eine wichtige Rolle spielen. Aber was tun, wenn ihnen eine öffentliche Erwerbsarbeit verwehrt wird? Mission East fand eine verblüffend simple Lösung.

Deutsch

WASH

Stärkung von abgelegenen Gemeinden

Im Nordosten Afghanistans lebt mit 46% der höchste Anteil an Menschen, die unsicheren Zugang zu Lebensmitteln haben. Darunter bilden Tadschiken und Usbeken die zwei großen ethnischen Bevölkerungsgruppen.