Nordkorea | Mission East Germany

Nordkorea

Die Demokratische Volksrepublik Korea, bekannt als Nordkorea ist wohl das isolierteste und schwer zugänglichste Land der Welt. Es gibt nur sehr wenige Informationen aus dem Land und neben den Schlagzeilen rund um die politische Situation, hört man nur sehr wenig über die einfachen Menschen, die dort leben. Nordkorea hat jedoch ungefähr 25 Millionen Einwohner*innen: Menschen, die unter sehr schweren Bedingungen leben und von denen 40 Prozent chronisch unterernährt sind.

Für die Bäuer*innen in Nordkorea ist es sehr schwer Landwirtschaft zu betreiben. Nur 20 Prozent der Flächen sind landwirtschaftlich überhaupt nutzbar, da Nordkorea sehr bergig ist und die Böden karg sind. Außerdem muss ein Großteil der Arbeit von Hand verrichtet werden, weil Landmaschinen und Brennstoff fehlen. Zusätzlich ist das Land extrem anfällig für Naturkatastrophen und wird immer wieder von Dürren, Überschwemmungen und Stürmen heimgesucht, die aufgrund der schwierigen Versorgungslage und fehlender Infrastruktur verheerende Folgen haben.  

Mission East ist seit 2011 eine der wenigen NGO´s, die in Nordkorea arbeiten. Wir engagieren uns vor allem in der Nahrungsmittelsicherung und im Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH) Bereich. Zudem führen wir in Zusammenarbeit mit unseren nordkoreanischen Partnern Schulungen zu nachhaltiger und effektiver Landwirtschaft durch. So werden Bäume gepflanzt, die den Boden festigen und Erdrutsche verhindern sollen und Wasserleitungen installiert, um möglichst vielen Menschen einen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu geben.

Im Krisen- und Katastrophenfall leisten wir außerdem Notfallhilfe, wie bei der Ernährungskrise 2011, den schweren Überflutungen im Jahr 2017 und der aktuellen Nahrungsmittelkrise 2019.
 

Resilienz

Filling the Gap: Nothilfe in Nordkorea

Ende Februar 2019 bestätigten die Vereinten Nationen, dass sich Nordkorea in einer akuten Nahrungsmittelkrise befindet. Zurückzuführen ist diese Situation vorwiegend auf eine schwere Hitzewelle und einen anschließenden tropischen Sturm im Sommer 2018. Durch diese beiden Ereignisse hat Nordkorea die schlechteste Ernte seit langem eingefahren. Besonders betroffen war die Soja-Ernte mit einem Rückgang von 40%. Die Mais- und Reis-Erträge sind jeweils um etwa 14% zurückgegangen.

Katastrophenvorsorge (DRR)

Langfristige Nahrungsmittelversorgung

Ein stabiles Land wie Deutschland kann die Folgen einer Dürre auffangen. In dem isolierten Nordkorea können die Ernteausfälle jedoch katastrophale Auswirkungen auf die Nahrungsmittelversorgung haben. Als eine der wenigen Hilfsorganisationen, die in Nordkorea  arbeiten, blickt Mission East mit Sorge auf die Versorgungslage und beginnt ein Projekt, das die langfristige Versorgungslage verbessern soll:

Resilienz

Resilienz in Nordkorea

In Nordkorea sind rund 10 Millionen Menschen, etwa 40 Prozent der Bevölkerung chronisch unterernährt. Von den anhaltenden Nahrungsmittelkrisen sind vor allem Kinder schwer betroffen. Es wird geschätzt, dass rund 400.000 von ihnen an schwerer Unterernährung leiden. Mission East ist eine der wenigen internationalen Hilfsorganisationen, die die offizielle Erlaubnis hat, in Nordkorea tätig zu sein. Deshalb ist es uns gelungen, seit 2011 bis zu 50.000 Kinder mit Lebensmitteln zu versorgen.

WASH

WASH in Nordkorea

Mission East unterstützt in Nordkorea Menschen, die in Gegenden mit hoher Überflutungsgefahr oder entlegenen ländlichen Regionen leben.