Grundlegende Unterstützung in Ninewa und Kirkuk | Mission East Germany

Unsere Arbeit

Hilfe für Vertriebene in Irak

Die Vertreibung sowie Rückkehr der Menschen im Irak hält noch immer an: 6,7 Millionen Menschen benötigen gemäß Irak HRP (humanitarian response) derzeit humanitäre Hilfe. Während sich einige Rückkehrer bereits eine Lebensgrundlage aufbauen konnten, leiden die meisten von ihnen unter mangelnden Zugang zu sanitären Anlagen, sicheren Unterkünften und zu Lebensmitteln und haben oft keine Möglichkeit, sich eine Lebensgrundlage zu schaffen. Darüber hinaus werden weiterhin Angriffe durch bewaffnete Gruppen sowie kleinere militärische Operationen durchgeführt, die zu neuen Vertreibungen führen. Auch politische und soziale Spannungen führen immer wieder zu neuen Vertreibungen und obwohl der große Konflikt beendet ist, wird erwartet, dass sich die unvorhersehbare Dynamik im Jahr 2019 fortsetzen wird. 
Deswegen sind neue, dauerhafte Lösungen erforderlich, die über die vorübergehende humanitäre Grundversorgung hinausgehen und den Bedarf der Menschen mittel- bis längerfristig decken und den sozialen Zusammenhalt stärken.
Mit unserem Projekt sollen Wasserversorgungsanlagen ausgebaut werden, Hygieneschulungen durchgeführt und Bargeldhilfen verteilt werden, mit denen Familien ihre Unterkünfte verbessern können. Außerdem sollen schutzbezogene Dienstleistungen in Sinjar (Ninewa) bereitgestellt werden. Zu den Aktivitäten gehören die Einrichtung eines Mehrzweck-Gemeinschaftszentrums (MPCC) in Sinjar, welches psychosoziale Leistungen und Rechtsberatung sowie ein individuelles Fallmanagement anbietet und drei Jugendgruppen bei der der Umsetzung ihrer Initiativen unterstützt. Darüberhinaus sollen die humanitären Kapazitäten lokaler Akteure gestärkt werden, um Bedürfnisse zu ermitteln und schnell darauf zu reagieren.

Projektziel: 
Mit dem Projekt soll der grundlegende Bedarf an Wasser und Unterkünften für konfliktbetroffene Bevölkerungsgruppen in Ninewa und Kirkuk gedeckt und schutzbezogene Dienstleistungen bereitgestellt werden.

Projektwirkung:
Konfliktbetroffene Haushalte bekommen durch die Sanierung von Wasserversorgungssystemen Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser. Außerdem werden Familien in Ninewa und Kirkuk bei dem Aufbau von sicheren Unterkünften unterstützt und gefährdete Kinder, Jugendliche und Frauen erhalten Zugang zu psychologischer Unterstützung und zum Fallmanagement. Lokale Akteure werden durch das Projekt geschult sein, auf zukünftige Krisensituationen besser zu reagieren. 

Projektlaufzeit: 
15. Februar 2019 bis 31. Dezember 2019 

Projektregionen: 
Ninewa Gouvernement - Distrikte Sinjar und Tel Afar, sowie Kirkuk Gouvernement - Distrikt Hawija 

Geber: 
Auswärtiges Amt

Partner: 
1. Engineering Association for Development (EADE) 
2. Critical Needs Support Foundation (CNSF) 
3. Mercy Hands (MH) 
4. Access Aid Foundation (AAF)