Unsere Arbeit

Resilienz in Nordkorea

Ende Februar 2019 bestätigten die Vereinten Nationen, dass sich Nordkorea in einer akuten Nahrungsmittelkrise befindet. Zurückzuführen ist diese Situation vorwiegend auf eine schwere Hitzewelle und einen anschließenden tropischen Sturm im Sommer 2018. Durch diese beiden Ereignisse hat Nordkorea die schlechteste Ernte seit zehn Jahren eingefahren. Besonders betroffen war die Soja-Ernte mit einem Rückgang von 40%. Die Mais- und Reis-Erträge sind jeweils um etwa 14% zurückgegangen. In der Projektregion Kangwon sind Verluste in der Mais-Ernte von 30% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Damit fehlen in Nordkorea momentan 1,4 Millionen Tonnen Lebensmittel, um die dringendsten Nahrungsmittelbedarfe zu decken. Deswegen hat die nordkoreanische Regierung die öffentliche Verteilung von Nahrungsmitteln mittlerweile um 50% reduziert. Die Rationen wurden von 550 Gramm pro Person und Tag auf 275 Gramm gesenkt. 


Die Krise betrifft eine Bevölkerung, die bereits extrem verwundbar ist: Vier von zehn Nordkoreaner*innen sind unterernährt und mehr als zehn Millionen Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Moment auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Vor allem kleinere Kinder leiden unter der aktuellen Nahrungsmittelkrise, da sie sich noch im Wachstum befinden und eine Mangelernährung große Entwicklungsschäden verursachen kann. Darüber hinaus sind Kinder in Städten stärker von der Krise betroffen als Kinder auf dem Land, da ihre Familien praktisch alle Lebensmittel aus dem öffentlichen Verteilungssystem beziehen. Ihre Eltern haben selten die Möglichkeit, die Ernährung der Familie mit Erträgen aus den heimischen Gemüsegärten zu ergänzen, die in ländlichen Regionen weit verbreitet sind.
Deswegen hat Mission East ein Nothilfeprojekt für Kinderkrippen und Kindergärten initiiert. In der ersten Phase unseres Projektes konnten wir bereits 384 Tonnen Mais und 28 Tonnen Sojabohnen mit LKW´s von China in die Bezirke Chonnae und Phangyo transportieren. Diese wurden von den Mitarbeiter*innen der 134 ausgewählten Einrichtungen zu verschiedenen Lebensmitteln wie Maisbrot, Puffmaissnacks und Maisnudeln sowie Sojabohnenpaste, Sojaöl und Sojasauce verarbeitet und an Kinder unter 6 Jahren verteilt. Des Weiteren wurden in der ersten Phase 3.475 schwangere und stillende Frauen versorgt. 

In der zweiten Phase können wir zusätzliche 527 Tonnen Mais und 63 Tonnen Sojabohnen an 33.299 Kleinkinder in den Provinzen Unsan, Pukchang, Süd-Pjöngjang und dem Kreis Yangdock verteilen.
Projektziel: Mit dem Projekt sollen Kindereinrichtungen mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln versorgt werden. 
Projektwirkung: Mit dem Projekt erhalten Kinder und in der ersten Phase stillende, sowie schwangere Frauen die nötigen Nährstoffe und ausreichend Nahrung, sodass die Folgen der Nahrungsmittelkrise verringert werden können.
Projektlaufzeit:

1. Phase: April-Juni 2019

2. Phase: Juli-Ende November 2019
Projektregionen: Chonnae und Phangyo Distrikte, Kangwon Provinz, die Provinzen Unsan, Pukchang, Süd-Pjöngjang und der Kreis Yangdock.
Geber: Privatspenden
Partner: 

1.Phase: Fida International, Kangwon Province People´s Committee

2.Phase: Kangwon Province People´s Committee