Klimaanpassung in den Bergen Nepals

In Westnepal kann die Bevölkerung den Klimawandel deutlich spüren. „Uns fehlt Wasser zum Trinken und zum Gießen unserer Ernten", sagt der Bauer Atipal Budha. 

„Wir haben festgestellt, dass sich das Klima und die Jahreszeiten geändert haben" erzählt der 30-Jährige. Zusammen mit seiner Familie lebt er in der unzugänglichen Bergregion Karnali im Westen Nepals. Hier leben sie von dem Obst und Gemüse, welches sie auf ihrem Grundstück anbauen können. Dies kann jedoch nur ihren Lebensmittelbedarf für sechs Monate im Jahr decken. In der restlichen Zeit müssen sie - entweder vor Ort oder im benachbarten Indien – als Tagelöhner arbeiten, um Reis auf dem Markt kaufen zu können. 

Die Regenzeit hat sich geändert 
Atipal Budha baut auf seiner Parzelle verschiedene Arten von Getreide, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst an. Wie überall im asiatischen Monsungürtel haben er und seine Familie ihre Farmen seit Generationen der Regenzeit angepasst und die Saat dann ausgesät, wann sie wussten, dass die Regenzeit bald beginnt. Aufgrund des Klimawandels hat sich dies geändert: „Kontinuierliche Dürren führen zu einem sehr geringen Ernteertrag. Es gibt sehr wenig Regen und es fehlt an Wasser, um unsere Reisfelder zu bewässern “, erzählt Budha.

 
Atipal Budha hat daher große Erwartungen an das neue Projekt, das Mission East in seinem Dorf durchführt. Mit dem Projekt werden die Dorfbewohner*innen in landwirtschaftlichen Methoden geschult, damit sie widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen werden. 
Das Projekt läuft über die nächsten zwei Jahre und soll langfristig zur Verbesserung der Landwirtschaft beitragen. „Ich freue mich auf ein Bewässerungssystem und dürreresistente Pflanzen. Es wird uns vor Hunger schützen “, sagt Atipal Budha.  
 

Weiteres über das Leben in Nepal? Hier kommen Sie zu dem Reisebericht unseres Mitarbeiters Michael Schmidt.