Zohir: Aus dem Schatten heraus | Mission East Germany

Zohir: Aus dem Schatten heraus

Behinderung in Tadschikistan

Wie große graue Schatten ragen die Berge empor. Kilometer für Kilometer nichts als Fels, Stein und hier und da spärliches Buschwerk auf nacktem Fels. In dieser unwirklichen Gegend im Südosten von Tajikistan liegt Kalaikhumb, eine Oasenstadt an der Grenze zu Afghanistan. Die Stadt ist nur schwer zugänglich und dadurch ist das Leben hier oben nicht einfach. Für Menschen mit Behinderungen ist es noch schwieriger, da sie vielerorts noch immer ausgegrenzt und versteckt werden.

„Ich heiße Zohir und bin sieben Jahre alt. Ich leide an Zerebralparese, das heißt, dass ich teilweise gelähmt bin und an Spastiken leide. Früher war ich viel zu Hause und meine Mutter hat sich um mich gekümmert. Seitdem das Tageszentrum für Menschen mit Behinderungen im Dezember letzten Jahres mit Hilfe von Mission East aufgebaut wurde, bin ich jeden Tag dort und übe zählen, lerne viele Lieder und mache körperliche Übungen. Mittlerweile kann ich mich schon selbstständig hinsetzen und aufstehen, auf Tajikisch bis 300 und auf Englisch bis 50 zählen. Aber das Wichtigste sind meine Freunde, die ich sehe und mit denen ich spiele, singe und lache. Das Zentrum gibt uns und unseren Familien und Freunden Mut und Hoffnung für eine Verbesserung unserer Situation. Ich bin sehr dankbar, für diesen Ort.“