Covid-19 Hilfe Irak

Covid-19 Hilfe für Binnenvertriebene aus Dohuk im Sinjar Distrikt

Hintergrund

Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie hat mit dem Irak ein Land getroffen, das bereits von einer humanitären Krise betroffen ist. Bestehende Verwundbarkeiten werden weiter vertieft und laufende Bemühungen zur Bereitstellung von Hilfe für gefährdete Menschen, die akut auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, wurden unterbrochen. Die Menschen, die diese Hilfe am dringendsten benötigen, sind nach wie vor diejenigen, die direkt vom Konflikt mit dem IS 2014-2017 betroffen sind, insbesondere Binnenvertriebene (IDPs). Von den sechs Millionen Menschen, die während des Konflikts intern geflohen sind, sind etwa 1,4 Millionen weiterhin vertrieben, 70 Prozent von ihnen seit mehr als drei Jahren. Jahrelange Konflikte und Sanktionen haben vor allem dem irakischen Gesundheitssystem einen schweren Tribut abverlangt. Die COVID-19 Pandemie hat die bereits geschwächte Infrastruktur überfordert. Der irakische Gesundheitssektor leidet unter jahrzehntelanger Unterinvestition, Kriegsschäden, schlechtem Management, Korruption und der Abwanderung vieler Ärzte und medizinischer Fachkräfte. Es gibt große Gemeinschaften von Binnenvertriebenen und Rückkehrern im Irak, für die der Zugang zu Gesundheitsdiensten und relevanten Gesundheitsinformationen bereits eine Herausforderung darstellt.

Viele erholen sich noch immer von dem Konflikt und dem anschließenden wirtschaftlichen Abschwung. Die COVID-19 Krise wirkt sich nicht nur auf gefährdete Bevölkerungsgruppen im Irak aus, sondern wird voraussichtlich auch schwerwiegende Auswirkungen auf die sozioökonomische Situation im ganzen Land haben. Isolationsmaßnahmen und Bewegungseinschränkungen, die zur Bekämpfung der Pandemie seit Mitte März 2020 verhängt wurden, haben die bereits bestehende Gefährdung von Menschen, die humanitäre Hilfe am dringendsten benötigen, erhöht und verschlimmert. Die aktuelle Situation führt auch zu erheblichen Preissteigerungen und Engpässen bei Hygiene- und Reinigungsmaterialien auf den lokalen Märkten. Konfliktbetroffene Bevölkerungsgruppen, haben keinen Zugang und keine Möglichkeit, wichtige Hygiene- und Reinigungsmaterialien zu kaufen, die sonst für die allgemeine Bevölkerung erhältlich sind. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die öffentliche Gesundheit und die Würde der stark gefährdeten, zurückgekehrten Menschen aus. Die begrenzte oder schlechte Qualität von WaSH-Einrichtungen und schlechte Hygienepraktiken erhöhen das Risiko für eine Reihe von Krankheiten und insbesondere für COVID-19.

Projektziele

Mit dem Projekt sollen Binnenvertriebene aus Dohuk mit grundlegender COVID-19 Hilfe unterstützt werden.
Durch die Bereitstellung von grundlegender und dringender Hygienehilfe in Gemeinden, in denen viele Rückkehrer*innen leben, soll eine weitere Verbreitung von COVID-19 verhindert werden.
 

Projektaktivitäten

Mission East beabsichtigt, 560 Familien zu unterstützen, die vor kurzem aus IDP-Camps in Dohuk in ihre ursprünglichen Gebiete in der Region Sinjar zurückgekehrt sind. Mission East wird die Familien mit Hygiene- und Reinigungssets sowie mit IEC-Materialien (Broschüren, Poster) mit Schlüsselbotschaften versorgen, um eine weitere Ausbreitung von COVID19 zu verhindern. Die Lieferung der Kits deckt den unmittelbaren Bedarf der Familien, während die Hygieneschulungen dazu beitragen sollen, gute Hygienepraktiken zu übernehmen und langfristige Verhaltensänderungen in der Bevölkerung zu bewirken.

Projektzeitraum: 01.03.2021 bis 31.07.2021

Projekt-Details

Geber
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
Projektstatus
Abgeschlossen

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