Humanitäre Soforthilfe, Schutz und Unterstützung der Lebensgrundlagen gefährdeter Bevölkerungsgruppen in Syrien und Libanon

Hintergrund

Die Folgen des gut zehnjährigen Bürgerkriegs werden sowohl in Syrien als auch im Libanon immer deutlicher. Nach einer Phase größerer Stabilität in den von der Regierung kontrollierten Gebieten Syriens haben die Unruhen im Süden, Westen und Norden zugenommen, während die Kämpfe in Idlib und im Nordosten weiter zunehmen. Neben der Gewalt und der anhaltenden Vertreibung hat der wirtschaftliche Abschwung sowohl in Syrien als auch im Libanon zu einer hohen Inflation und einer Abwertung der Währung geführt, die die Kaufkraft schmälern und die Gemeinschaften noch tiefer in die Armut treiben. Nach Prognosen der Weltbank werden im Libanon bis Ende 2020 52 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben. Die Coronavirus-Pandemie hat die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die unsichere Ernährungslage und die Schutzprobleme verschärft, und die jüngste Explosion in Beirut hat die Not und die Komplexität weiter erhöht. Die wirtschaftliche Verschlechterung hat zu negativen Bewältigungsmechanismen wie Kinderarbeit, Schulabbruch, reduziertem Nahrungsmittelkonsum und anderen schädlichen Praktiken geführt.  

In Syrien fordert der Konflikt nach wie vor einen verheerenden Tribut vom Leben der syrischen Bevölkerung, hinzu kommt eine sich rapide verschlechternde Wirtschaft, die zu höheren Lebensmittelpreisen und der Covid-19-Pandemie führt. Etwa 6,7 Millionen Syrer sind Binnenvertriebene und 5,5 Millionen sind als Flüchtlinge außerhalb des Landes registriert.

Projektziele

Oberstes Ziel dieses Projekts ist es, den unmittelbaren humanitären Bedarf und den Schutzbedarf der gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu decken und zur nachhaltigen Wiederherstellung der Existenzgrundlagen beizutragen.  Das Projekt richtet sich an gefährdete Bevölkerungsgruppen in und um Syrien, leistet Nothilfe und trägt zur nachhaltigen Wiederherstellung der Existenzgrundlagen nach fast zehn Jahren Bürgerkrieg, langwieriger Vertreibung und schwerem wirtschaftlichen Niedergang bei. 

Projektaktivitäten
  • Bereitstellung von Nothilfe und Dienstleistungen zur Deckung des humanitären Bedarfs und des Schutzbedarfs gefährdeter Haushalte (durch Nahrungsmittel und Hygieneartikel, Schutzmaßnahmen und Rechtsberatung), insbesondere für gefährdete Frauen und Kinder.  
  • Beitrag zur Minimierung des Einsatzes negativer Bewältigungsstrategien durch die am stärksten gefährdeten Haushalte (Rückkehrer, Binnenvertriebene und Remigranten) und Unterstützung bei der Schaffung nachhaltiger städtischer und ländlicher Existenzgrundlagen

 

Projekt-Details

Projektstatus
Aktiv

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